Internationaler Tag "Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen" 
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Internationaler Tag "Nein zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen"


News Ratingen
Vor 28 Jahren haben die Vereinten Nationen beschlossen, Gewalt gegen Frauen und Mädchen als eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen zu ächten - und seit 1991 wird der 25. November als Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen begangen. 2002 trat das Gewaltschutzgesetz in Kraft mit dem Ziel, die Situation von Frauen zu verbessern, die in der Partnerschaft Gewalt erleben. Dieses Gesetz ermöglicht der Polizei, unmittelbar die Opfer zu schützen und die Täter der Wohnung zu verweisen. Weiterhin kann das Gericht anordnen, dass die Täter sich dem Opfer nicht mehr nähern dürfen.
 
Dennoch haben Frauen und Mädchen weltweit das größte Risiko, durch einen Mann, den sie kennen, Opfer von Gewalt zu werden. Dabei spielt die Nationalität, die Herkunft oder der Bildungsstand keine Rolle. Die Opfer von häuslicher Gewalt haben Anspruch auf Hilfe und Unterstützung durch Schutz- und Hilfeeinrichtungen. Auch die Gleichstellungsstelle der Stadt Ratingen berät betroffene Frauen und stellt Kontakt her zu entsprechenden Fachberatungen (z.B. SkF Ratingen, Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt oder Frauen- und Kinderschutzhaus des SKFM Mettmann). Um über Hilfsangebote gegen häusliche Gewalt zu informieren und das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, startet die Gleichstellungsstelle einige Aktionen in Ratingen. So werden vom 21. bis 30. November an verschiedenen öffentlichen Gebäuden Fahnen von "Terre des femmes" mit dem Aufdruck "frei leben ohne gewalt" hängen.
 
Eine weitere gemeinsame Aktion findet mit den in Ratingen ansässigen Bäckereien statt. Am Sonntag, 25. November, kommen die Brötchen nicht in die gewohnten, mit dem Aufdruck des Geschäftes versehen Papiertüten; statt dessen werden in Ratingen 10.000 Brötchentüten mit der pinkfarbenen Aufschrift "Gewalt kommt nicht in die Tüte" an die Kundinnen und Kunden verteilt. Diese Aussage ist außer in Deutsch auch in sieben weiteren Sprachen zu lesen. Auf der Rückseite der Tüten befinden sich Adressen und Notrufnummern der Stellen, bei denen von häuslicher Gewalt betroffenen Mädchen und Frauen Hilfe erhalten. Unterstützt wird diese Aktion in Ratingen von den Bäckereien Boes, Pustkuchen, Droste, Schüren, Steingen, Benninghoven, Brotkorb, Back Bakery und der Ratinger Tafel e.V.
 
Ein enges Netzwerk der Hilfen bei Gewalt gegen Frauen besteht zwischen der SKFM-Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt mit dem SKFM-Frauen und Kinderschutzhaus, der Kreispolizeibehörde und der Gleichstellungsstelle. Die Anzahl der Meldungen, welche beim SKFM Mettmann e.V. im vergangen Jahr aufgrund häuslicher Gewalt eingegangen sind, sind weiterhin auf hohem Niveau. Dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort. Bis Ende Oktober 2018 sind bereits 650 Einzelfälle im Kreis Mettmann registriert worden. Dies sind rund 100 Meldungen mehr als im Vorjahr zu dem genannten Zeitpunkt. Auf Ratingen entfielen 134 Fälle. Auch ist ein erheblicher Anstieg zu verzeichnen. Zum größten Teil leben auch Kinder in den betroffenen Familien.
 
Das Frauenhaus im Kreis Mettmann ist mit Frauen und deren Kindern fast durchgängig belegt und viele Anfragen mussten an andere Frauenhäuser weitervermittelt werden.
 
Gleichstellungsstelle
Stadt Ratingen
Quelle: http://www.stadt-ratingen.de/buergerservice/pressemitteilungen/rss.php

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Zahlen & Fakten: Stadtname:
Ratingen

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Düsseldorf

Landkreis:
Mettmann

Höhe:
50 m ü. NN

Fläche:
88,72 km²

Einwohner:
91.306

Autokennzeichen:
ME

Vorwahl:
02102

Gemeinde-
schlüssel:

05 1 58 028



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